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	<title>Familientherapie und Familienberatung Archive - Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</title>
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	<description>Paartherapie, Familientherapie, Einzeltherapie und Hypnotherapie</description>
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		<title>systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 09:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familientherapie und Familienberatung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens- und Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychotherapie-krankenbehandlung-oder-entwicklungsprozesse-zu-einem-erfuellteren-leben-v-satir-people-making/">systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="kc-elm kc-css-639879 kc_row"><div class="kc-row-container  kc-container"><div class="kc-wrap-columns"><div class="kc-elm kc-css-16624 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12"><div class="kc-col-container"><div class="kc-elm kc-css-695467 kc_text_block"></p>
<h1>systemisches Richtlinienpsychotherapieverständnis &#8211; Ein Dilemma?</h1>
<p>Historisch gab und gibt es leider noch immer zwei unterschiedliche Perspektiven auf das Verständnis von Psychotherapie: Auf der einen Seite das medizinische Modell (Psychotherapie als Krankenbehandlung), auf der anderen das humanistisch-wachstumsorientierte Modell (Psychotherapie als Entwicklungsprozess).</p>
<h2>Das medizinische Modell: Reparieren, was „kaputt“ ist</h2>
<p>In vielen Gesundheitssystemen gilt Psychotherapie offiziell als Krankenbehandlung. Das bringt klare Vorteile mit sich: Diagnosen, evidenzbasierte Methoden, Abrechenbarkeit und Schutz vor unseriösen Angeboten. Der Fokus liegt auf Symptomreduktion.</p>
<p>Doch dieses Modell birgt eine Gefahr: Es reduziert den Menschen leicht auf seine Defizite und Symptome. Der Blick bleibt auf dem, was „nicht funktioniert“, statt auf dem, was werden könnte.</p>
<h2>Virginia Satir: Psychotherapie als „people making“</h2>
<p>Virginia Satir (1916–1988) sah Psychotherapie grundlegend anders. Für sie ging es nicht primär um Reparatur, sondern um Wachstum und Entfaltung.<br />Jeder Mensch besitzt innere Ressourcen und ist grundsätzlich wertvoll – unabhängig von seinen aktuellen Verhaltensmustern oder Symptomen.</p>
<p>Satir wollte Menschen helfen, authentisch zu kommunizieren, ihre eigene Würde zu spüren und in Beziehungen lebendig zu sein. Ihre berühmten fünf Freiheiten laden zur Kongruenz und Selbstverwirklichung ein.</p>
<ol>
<li>Die Freiheit zu sehen und zu hören, was wirklich da ist (statt was sein sollte).</li>
<li>Die Freiheit zu sagen, was man wirklich fühlt und denkt.</li>
<li>Die Freiheit zu fühlen, was man wirklich fühlt.</li>
<li>Die Freiheit zu bitten, was man braucht.</li>
<li>Die Freiheit, Risiken einzugehen – für das eigene Wachstum.</li>
</ol>
<h2>Günther Schiepek und die synergische Perspektive</h2>
<p>Günther Schiepek liefert mit seiner synergischen Perspektive (basierend auf der Synergetik von Hermann Haken) ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Modell für Selbstorganisationsprozesse, die nicht nur Musterbildung auf der Verhaltensebene sondern auch auf neuronaler Ebene beschreiben. Man kann sich die Persönlichkeit eines Menschen wie eine Potentiallandschaft vorstellen: Also eine hügelige Landschaft, mit Tälern und Bergen. Jedes Tal steht für einen Attraktor – ein stabiles Muster aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Die Tiefe eines Tals zeigt, wie stabil und schwer zu verlassen dieses Muster ist.</p>
<p>Schiepek zeigt, dass psychische Symptome oft das Ergebnis von Selbstorganisationsprozessen sind: Unter ungünstigen Bedingungen (wiederholte negative Erfahrungen, Stress, belastende Beziehungen) verengen sich die Möglichkeitsräume. Problematische Muster graben sich tief ein und werden zu rigiden, stabilen Tälern, aus denen das System nur schwer herausfindet und/oder Symptome entstehen.</p>
<p>In diesem Modell kann Psychotherapie Bedingungen schaffen, unter denen das System sich selbst neu organisiert. Durch gezielte Veränderungen von Kontrollparametern (z. B. in der therapeutischen Beziehung, durch Ressourcenaktivierung oder bewusste Aufmerksamkeitslenkung) lassen sich rigide Attraktoren destabilisieren.</p>
<p>Es entstehen Phasen der Instabilität, aus denen neue, flexiblere und lebendigere Muster hervorgehen können – die Potentiallandschaft wird wieder weiter, vielfältiger und entwicklungsfähiger.<br />Die synergetische Perspektive erklärt einerseits, wie negative Muster und letztlich Symptome entstehen, erklärt den Menschen aber nicht zu einem defekten Objekt, das repariert werden muss, sondern zu einem selbstorganisierenden System mit einem großen inneren Potential für Ordnungswandel und Wachstum. Psychotherapie wird zum synergetischen Prozessmanagement – zur intelligenten Begleitung von Selbstorganisation.</p>
<h2>Was könnte demnach Psychotherapie sein?</h2>
<p>Satir zeigt warum und wozu wir wachsen wollen: für mehr Authentizität, Würde und lebendige Beziehungen. Schiepek liefert das wissenschaftliche Fundament und erklärt wie dieser Wachstumsprozess in komplexen Systemen tatsächlich abläuft. Zusammen bilden sie ein starkes Argument für eine synergische, potentialorientierte Psychotherapie – jenseits eines rein symptomzentrierten Reparaturmodells.</p>
<p>Beide sehen den Menschen als lebendiges, selbstorganisierendes System, dessen Entfaltung im Mittelpunkt stehen sollte, unter Anerkennung der Tatsache dass solche Prozesse häufig Unterstützung benötigen. Ab einer gewissen Schwere des Leids ist dies zumindest in diesen Fällen mit der Logik des Gesundheitssystems im Einklang, dass es professionelle Hilfe bedarf, um komplexe Prozesse im bio-psycho- sozialen System zu reorganisieren. Gleichzeitig möchte ich hier auch darauf verweisen, dass soziale Systeme (Familien, Gruppen, Gemeinschaften), ebenso ein erhebliches Potential zur Förderung von Veränderungen haben, wenn diese offen für Veränderung und für die Vielfalt des Lebens sind. Sofern ein soziales System nicht selbst über die Ressourcen verfügt, können diese auch mit Hilfe von nicht im Gesundheitswesen tätigen ausgebildeten systemischen KollegInnen entwickelt werden.</p>
<h2>Integration der beiden Perspektiven</h2>
<p>In akuten Krisen oder bei schwersten Störungen kann eine klare, symptomorientierte Herangehensweise sinnvoll und notwendig sein. Hier ist die Logik der Krankenbehandlung zunächst ein schlüssiger Ansatz.<br />Gleichzeitig verlieren wir etwas Wesentliches, wenn wir nur in dieser Logik denken: Die Freude am persönlichen Wachstum, die Würde jenseits der Diagnose und die Möglichkeit tiefgreifender, nachhaltiger Veränderung.</p>
<p>Gute Psychotherapie kann beides – Leiden lindern und Leben bereichern. Sie hilft nicht nur, aus engen Tälern herauszukommen, sondern die ganze Potentiallandschaft wieder lebendig und vielfältig zu machen. Allerdings setzt dies die eigene Bereitschaft zur Transformation und Veränderung voraus.</p>
<h4>siehe auch:</h4>
<p><a href="https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/" target="_blank" rel="noopener">link zu: Definition systemische Therapie nach PT-Richtlinie: https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/</a></p>
<p><a href="https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/" target="_blank" rel="noopener">Experteninterviews zum Stand der ST Gesundheitswesen: https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/</a></p>
<h4>Literatur</h4>
<p>Satir, V. (1994). Kommunikation. Selbstwert, Kongruenz, Paderborn.</p>
<p>Schiepek, G. (2006). DIE NEURONALE SELBSTORGANISATION VON PERSÖNLICHKEIT UND IDENTITÄT THE NEURAL SELF-ORGANIZATION OF PERSONALITY AND PERSONAL IDENTITY.</p>
<p>Stierlin, H. (1976). Das Tun des einen ist das Tun des anderen: Eine Dynamik menschlicher Beziehungen.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></section>
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		<title>Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2020 06:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familientherapie und Familienberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/kurzumfrage-belastungen-durch-covid-19-massnahmen-maerz-bis-mai-2020/">Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ergebnisse</h1>
<p>&nbsp;Den größten Einfluss auf dem Rückgang der Lebensqualität hatten die Kinderbetreuungsaufgaben während der Maßnahmen im Vergleich zu vor den Maßnahmen. Frauen mit mehreren Kindern unter 12 Jahren waren am stärksten betroffen. Fehlender Ausgleich (Hobbies, Reisen, etc.) und das Arbeitspensum wurden zwar ebenfalls als belastend angegeben, hatten aber einen weit schwächeren Einfluss auf die Veränderung der Lebensqualität. In dieser Stichprobe war die finanzielle Belastung durch die Maßnahmen eher gering.</p>
<p>Sicherlich ist die Teilnehmerzahl zu gering, um ausreichend fundierte Schlüsse zu ziehen. Auch erscheint die Anzahl an Akademikern in der Stichprobe relativ hoch.</p>
<p>Zum einen wäre nun interessant, wie die Aufgabenverteilung innerhalb der Familien geregelt wurde und zum anderen stellt sich die Frage, ob die Kinder als Belastung deshalb so hoch bewertet wurden, weil sich hier durch die Maßnahmen am meisten verändert hat.&nbsp; Ebenso gut wäre auch möglich, dass die Arbeit als belastender erlebt wird, weil sie die Kinderbetreuung erschwert, dies allerdings so nicht wahrgenommen wird, weil sich die Arbeitsbelastung weniger verändert hat. Diese Frage muss zunächst offen bleiben.&nbsp;</p>
<p></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1546" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48.png" alt="" width="953" height="407" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48.png 953w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48-300x128.png 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48-768x328.png 768w" sizes="(max-width: 953px) 100vw, 953px" /></p>
<p>Das Regressionsmodell wurde mittels der regsubsets() Funktion in GNU R aus dem Paket Leaps optimiert. Der VIF liegt jeweils um 1.</p>
<h2>Angaben zu den Belastungen und Ressourcen</h2>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1544" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57.png" alt="" width="659" height="652" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57.png 659w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57-300x297.png 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57-120x120.png 120w" sizes="(max-width: 659px) 100vw, 659px" /></p>
<p>Die Psych. Ressourcen wurden mittels des SCORE15 erhoben:</p>
<div class=" question-help-container   text-info col-xs-12 ">
<div class=" ls-questionhelp ">Borcsa, Maria &amp; Schelenhaus, Szilvia (2011).&nbsp;SCORE-15-D Fragebogen zur Erfassung von Familienfunktionen (unveröffentlicht). Deutschsprachige Version des Systemic Clinical Outcomes in Routine Evaluation von Stratton et al. (2010).</div>
</div>
<div>&nbsp;</div>
<div><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1545" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung.png" alt="" width="605" height="340" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung.png 605w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung-300x169.png 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></div>
<h2>Teilnehmer</h2>
<p>Von insgesamt 55 Teilnehmern hatten 39 Kinder im Alter unter 12. Die Teilnehmerzahl ist somit mit N=39 eher gering. Die Teilnehmer wurden über Social Media (Facebook) über Elterngruppen und andere Kontaktnetzwerke angesprochen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1543" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18.png" alt="" width="712" height="721" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18.png 712w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18-296x300.png 296w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /></p>
<p></p>


<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/kurzumfrage-belastungen-durch-covid-19-massnahmen-maerz-bis-mai-2020/">Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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