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	<title>Therapie Archive - Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</title>
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	<description>Paartherapie, Familientherapie, Einzeltherapie und Hypnotherapie</description>
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		<title>systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 09:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familientherapie und Familienberatung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens- und Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychotherapie-krankenbehandlung-oder-entwicklungsprozesse-zu-einem-erfuellteren-leben-v-satir-people-making/">systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="kc-elm kc-css-639879 kc_row"><div class="kc-row-container  kc-container"><div class="kc-wrap-columns"><div class="kc-elm kc-css-16624 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12"><div class="kc-col-container"><div class="kc-elm kc-css-695467 kc_text_block"></p>
<h1>systemisches Richtlinienpsychotherapieverständnis &#8211; Ein Dilemma?</h1>
<p>Historisch gab und gibt es leider noch immer zwei unterschiedliche Perspektiven auf das Verständnis von Psychotherapie: Auf der einen Seite das medizinische Modell (Psychotherapie als Krankenbehandlung), auf der anderen das humanistisch-wachstumsorientierte Modell (Psychotherapie als Entwicklungsprozess).</p>
<h2>Das medizinische Modell: Reparieren, was „kaputt“ ist</h2>
<p>In vielen Gesundheitssystemen gilt Psychotherapie offiziell als Krankenbehandlung. Das bringt klare Vorteile mit sich: Diagnosen, evidenzbasierte Methoden, Abrechenbarkeit und Schutz vor unseriösen Angeboten. Der Fokus liegt auf Symptomreduktion.</p>
<p>Doch dieses Modell birgt eine Gefahr: Es reduziert den Menschen leicht auf seine Defizite und Symptome. Der Blick bleibt auf dem, was „nicht funktioniert“, statt auf dem, was werden könnte.</p>
<h2>Virginia Satir: Psychotherapie als „people making“</h2>
<p>Virginia Satir (1916–1988) sah Psychotherapie grundlegend anders. Für sie ging es nicht primär um Reparatur, sondern um Wachstum und Entfaltung.<br />Jeder Mensch besitzt innere Ressourcen und ist grundsätzlich wertvoll – unabhängig von seinen aktuellen Verhaltensmustern oder Symptomen.</p>
<p>Satir wollte Menschen helfen, authentisch zu kommunizieren, ihre eigene Würde zu spüren und in Beziehungen lebendig zu sein. Ihre berühmten fünf Freiheiten laden zur Kongruenz und Selbstverwirklichung ein.</p>
<ol>
<li>Die Freiheit zu sehen und zu hören, was wirklich da ist (statt was sein sollte).</li>
<li>Die Freiheit zu sagen, was man wirklich fühlt und denkt.</li>
<li>Die Freiheit zu fühlen, was man wirklich fühlt.</li>
<li>Die Freiheit zu bitten, was man braucht.</li>
<li>Die Freiheit, Risiken einzugehen – für das eigene Wachstum.</li>
</ol>
<h2>Günther Schiepek und die synergische Perspektive</h2>
<p>Günther Schiepek liefert mit seiner synergischen Perspektive (basierend auf der Synergetik von Hermann Haken) ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Modell für Selbstorganisationsprozesse, die nicht nur Musterbildung auf der Verhaltensebene sondern auch auf neuronaler Ebene beschreiben. Man kann sich die Persönlichkeit eines Menschen wie eine Potentiallandschaft vorstellen: Also eine hügelige Landschaft, mit Tälern und Bergen. Jedes Tal steht für einen Attraktor – ein stabiles Muster aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Die Tiefe eines Tals zeigt, wie stabil und schwer zu verlassen dieses Muster ist.</p>
<p>Schiepek zeigt, dass psychische Symptome oft das Ergebnis von Selbstorganisationsprozessen sind: Unter ungünstigen Bedingungen (wiederholte negative Erfahrungen, Stress, belastende Beziehungen) verengen sich die Möglichkeitsräume. Problematische Muster graben sich tief ein und werden zu rigiden, stabilen Tälern, aus denen das System nur schwer herausfindet und/oder Symptome entstehen.</p>
<p>In diesem Modell kann Psychotherapie Bedingungen schaffen, unter denen das System sich selbst neu organisiert. Durch gezielte Veränderungen von Kontrollparametern (z. B. in der therapeutischen Beziehung, durch Ressourcenaktivierung oder bewusste Aufmerksamkeitslenkung) lassen sich rigide Attraktoren destabilisieren.</p>
<p>Es entstehen Phasen der Instabilität, aus denen neue, flexiblere und lebendigere Muster hervorgehen können – die Potentiallandschaft wird wieder weiter, vielfältiger und entwicklungsfähiger.<br />Die synergetische Perspektive erklärt einerseits, wie negative Muster und letztlich Symptome entstehen, erklärt den Menschen aber nicht zu einem defekten Objekt, das repariert werden muss, sondern zu einem selbstorganisierenden System mit einem großen inneren Potential für Ordnungswandel und Wachstum. Psychotherapie wird zum synergetischen Prozessmanagement – zur intelligenten Begleitung von Selbstorganisation.</p>
<h2>Was könnte demnach Psychotherapie sein?</h2>
<p>Satir zeigt warum und wozu wir wachsen wollen: für mehr Authentizität, Würde und lebendige Beziehungen. Schiepek liefert das wissenschaftliche Fundament und erklärt wie dieser Wachstumsprozess in komplexen Systemen tatsächlich abläuft. Zusammen bilden sie ein starkes Argument für eine synergische, potentialorientierte Psychotherapie – jenseits eines rein symptomzentrierten Reparaturmodells.</p>
<p>Beide sehen den Menschen als lebendiges, selbstorganisierendes System, dessen Entfaltung im Mittelpunkt stehen sollte, unter Anerkennung der Tatsache dass solche Prozesse häufig Unterstützung benötigen. Ab einer gewissen Schwere des Leids ist dies zumindest in diesen Fällen mit der Logik des Gesundheitssystems im Einklang, dass es professionelle Hilfe bedarf, um komplexe Prozesse im bio-psycho- sozialen System zu reorganisieren. Gleichzeitig möchte ich hier auch darauf verweisen, dass soziale Systeme (Familien, Gruppen, Gemeinschaften), ebenso ein erhebliches Potential zur Förderung von Veränderungen haben, wenn diese offen für Veränderung und für die Vielfalt des Lebens sind. Sofern ein soziales System nicht selbst über die Ressourcen verfügt, können diese auch mit Hilfe von nicht im Gesundheitswesen tätigen ausgebildeten systemischen KollegInnen entwickelt werden.</p>
<h2>Integration der beiden Perspektiven</h2>
<p>In akuten Krisen oder bei schwersten Störungen kann eine klare, symptomorientierte Herangehensweise sinnvoll und notwendig sein. Hier ist die Logik der Krankenbehandlung zunächst ein schlüssiger Ansatz.<br />Gleichzeitig verlieren wir etwas Wesentliches, wenn wir nur in dieser Logik denken: Die Freude am persönlichen Wachstum, die Würde jenseits der Diagnose und die Möglichkeit tiefgreifender, nachhaltiger Veränderung.</p>
<p>Gute Psychotherapie kann beides – Leiden lindern und Leben bereichern. Sie hilft nicht nur, aus engen Tälern herauszukommen, sondern die ganze Potentiallandschaft wieder lebendig und vielfältig zu machen. Allerdings setzt dies die eigene Bereitschaft zur Transformation und Veränderung voraus.</p>
<h4>siehe auch:</h4>
<p><a href="https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/" target="_blank" rel="noopener">link zu: Definition systemische Therapie nach PT-Richtlinie: https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/</a></p>
<p><a href="https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/" target="_blank" rel="noopener">Experteninterviews zum Stand der ST Gesundheitswesen: https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/</a></p>
<h4>Literatur</h4>
<p>Satir, V. (1994). Kommunikation. Selbstwert, Kongruenz, Paderborn.</p>
<p>Schiepek, G. (2006). DIE NEURONALE SELBSTORGANISATION VON PERSÖNLICHKEIT UND IDENTITÄT THE NEURAL SELF-ORGANIZATION OF PERSONALITY AND PERSONAL IDENTITY.</p>
<p>Stierlin, H. (1976). Das Tun des einen ist das Tun des anderen: Eine Dynamik menschlicher Beziehungen.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></section>
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		<title>Systemische Therapie als Richtlinienverfahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 12:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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<p>Meine Dokumentation zum Sachstand der Systemischen Therapie und dem Gesundheitswesen ist veröffentlicht:  Mehr dazu auf der Projektseite: <a href="https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/" target="_blank" rel="noopener">https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/</a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/systemische-therapie-als-richtlinienverfahren/">Systemische Therapie als Richtlinienverfahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>Der Edeka Werbespot und die Einsamkeit an den Feiertagen &#8211; einige ergänzende Statements zu den 3 Fragen in den Lübecker Nachrichten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2015 17:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinsein]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Isolation]]></category>
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<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2015/12/LN.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-761" src="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2015/12/LN.png" alt="LN" width="848" height="687" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2015/12/LN.png 848w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2015/12/LN-300x243.png 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2015/12/LN-768x622.png 768w" sizes="(max-width: 848px) 100vw, 848px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der Edeka Werbespot (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=V6-0kYhqoRo" target="_blank" rel="noopener">Link zum Edeka Spot</a>) zu Weihnachten verbreitet sich derzeit in den sozialen Medien. Virales Marketing, es funktioniert. Das zentrale Thema ist  Einsamkeit und der Umgang mit ihr. Die Lübecker Nachrichten haben am 06.12.2015 dazu einen Artikel veröffentlicht, in dem ich in wenigen Worten etwas zum Thema Einsamkeit erklärt habe. Meine Gedanken etwas ausführlicher finden Sie im Artikel unten:<br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was passiert mit einem Menschen, wenn er dauerhaft einsam ist?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Man geht davon aus, dass dauerhafte Einsamkeit und soziale Isolation negative Folgen auf die körperliche wie auch auf die psychische Gesundheit haben. Für uns Menschen war die Gemeinschaft früher überlebenswichtig. Daher ist der Kontakt zu anderen ein ähnliches Grundbedürfnis wie Durst oder Hunger. Stress, Depressionen bis hin zu einer kürzeren Lebensspanne (bedingt durch Stress, der sich negativ auf die körperliche Gesundheit auswirkt) können die Folgen sein.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Das fatale ist, dass es für viele Menschen die lange Zeit einsam sind, zunehmens schwerer wird, Kontakt zu anderen aufzubauen. Durch lange Einsamkeit ist man meistens zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder gelangt zu Überzeugungen die den Kontakt zu anderen erschweren.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wir reden hier allerdings über lange Einsamkeit und Isolation. Hin und wieder Zeit alleine zu verbringen ist nichts schlimmes. Wir Menschen brauchen auch Zeiten, in denen wir uns mit uns selbst befassen können. </span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Was kann man gegen das Gefühl von schmerzhafter Einsamkeit (also nicht gesundem Alleinsein) tun?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wenn man schon länger einsam ist und das Gefühl hat, selbst nichts dagegen tun zu können, sollte man dringend professionelles Hilfe in Anspruch nehmen. Meistens ist man dann schon in eine negative Spirale geraten, aus der man mit professioneller Hilfe aber wieder relativ gut herausfindet. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wenn man die Einsamkeit als Warnsignal frühzeitig erkennt, ist es meistens leichter möglich, sich aktiv um alte und neue soziale Kontakte zu kümmern. Vereine oder Gruppen mit gleichgesinnten besuchen oder hier und da das Gespräch mit den Nachbarn suchen und dabei zu schauen, welche Menschen gut zu einem passen. Das entscheidende ist, Dinge zu tun, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Gleichgesinnte zu finden. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Ebenfalls wichtig ist die Beziehung zu uns selbst. Wenn man sich selbst gegenüber gütig und wohlwollend ist, ist das sicherlich deutlich hilfreicher, als wenn man sich selbst gegenüber sehr kritisch oder abwertend verhält. Eine gute Beziehung zu sich selbst hilft auch positive Beziehungen zu anderen aufzubauen.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Ein weiterer wichtiger Punkt sind die eigenen Erwartungen. Wenn man aus dem Haus geht, weil man unbedingt Leute kennen lernen muss, ist das oft schwieriger, da man sich selbst unter Druck setzt und unter Druck gelingt uns vieles schlechter. Warum nicht mit einer gesunden Neugier aus dem Haus gehen und einfach mal schauen, was es da draußen für Menschen gibt, was sie glauben, fühlen, hoffen kurzum: was sie bewegt. Eine Entdeckungsreise in die Vielschichtigkeit des Menschseins. Die Bekanntschaften und Freundschaften entstehen dann mehr als Folge und es vergeht kein Tag, an dem man nicht etwas dazu gelernt hat, weil man wieder etwas mehr über sich und andere erfahren hat. </span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Warum fühlen sich Menschen gerade während der Feiertage besonders schnell alleine?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Traditionell sind es ja die Tage der Familienfeste. Oft denken die Menschen: „Alle anderen sind jetzt bei Ihren Familien und Freunden, nur ich sitze hier alleine“. Da das allerdings eine ganze Menge Leute denken, gibt es vielleicht auch viele die sich freuen, wenn man etwas mit ihnen gemeinsam unternimmt. Man ist also nicht unbedingt alleine mit seinem Alleinsein. Das bietet doch eine gewisse Chance. Vielleicht gibt es viel mehr Menschen, die sich über eine Einladung freuen, als man denkt. </span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Fühlen sich heute mehr Menschen alleine, weil sich die Gesellschaft verändert hat? Hat der Stellenwert der Familie abgenommen?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Sicherlich haben sich Familien- und Beziehungsmodelle in den letzten 100 Jahren drastisch verändert. Früher war ein funktionierender Familienverbund deutlich wichtiger für das materielle Überleben und/oder die Alltagsbewältigung als heute. Mir liegen im Moment aber keine Daten vor, ob sich die Menschen heute mehr oder weniger einsam fühlen. </span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Warum spricht der Edeka-Werbespot so viele Menschen an?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Ich nehme an, dass sich viele in dem Spot wieder finden. Die Anforderungen des Alltags, die Arbeitswelt wird immer schneller und fordernder, immer mehr Menschen finden nicht mehr die Zeit, ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Leider fehlt uns daher auch die Zeit, über das wesentliche im Leben nachzudenken. Der Spot erinnert uns wohl auf eine sehr charmante Art daran, dass es die Menschen um uns herum sind, die das Leben lebenswert machen. </span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wie bewerten sie das Verhalten des alten Mannes und seiner Familie in dem Spot?</h2>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Liberation Sans,sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der Spot braucht natürlich eine solche Pointe, damit er wirkt. Im echten Leben müsste man wohl feststellen, dass die Familienmitglieder eigentlich nicht mehr im Kontakt miteinander sind. Wenn die Todesanzeige die einzige Möglichkeit wäre, die Familie an den Tisch zu bekommen, scheinen die Familienmitglieder ihre Prioritäten nicht gerade im Miteinander als Familie zu sehen. Dann wäre es wohl ehrlicher, dies deutlich und klar zu thematisieren und entweder neu aufeinander zu zu gehen oder sich voneinander zu verabschieden. Die „Tut mir leid, ich habe dieses Jahr keine Zeit“ Karten erscheinen zwar sehr bequem, nehmen aber der Familie die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, was es bräuchte, dass alle gerne kommen. </span></span></span></p>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/edeka-werbespot-einsamkeit/">Der Edeka Werbespot und die Einsamkeit an den Feiertagen &#8211; einige ergänzende Statements zu den 3 Fragen in den Lübecker Nachrichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>psychologische Diagnosen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2015 11:12:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[DSM-4]]></category>
		<category><![CDATA[DSM-5]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[psychische Krankheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einleitung in unserer normalen Alltagssprache wird häufig von &#8220;psychischen Krankheiten&#8221; gesprochen. Doch hier beginnt schon das erste Problem: Ab wann ist man eigentlich krank (und ab wann gesund)? &#8220;Präzision ist das Gegenteil von Klarheit&#8221; &#8211; Nils Bohr Dieser Artikel versucht ein sehr komplexes Thema so verständlich wie nur möglich darzustellen. Der Schwerpunkt liegt auf allgemeinen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychologische-diagnosen/">psychologische Diagnosen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Einleitung</h1>
<p>in unserer normalen Alltagssprache wird häufig von &#8220;psychischen Krankheiten&#8221; gesprochen. Doch hier beginnt schon das erste Problem: Ab wann ist man eigentlich krank (und ab wann gesund)?</p>
<blockquote><p>&#8220;Präzision ist das Gegenteil von Klarheit&#8221; &#8211; Nils Bohr</p></blockquote>
<p>Dieser Artikel versucht ein sehr komplexes Thema so verständlich wie nur möglich darzustellen. Der Schwerpunkt liegt auf allgemeinen Verständlichkeit und Klarheit. Der Artikel basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Überlegungen. Auf eine absolut präzise Darstellung mit detaillierten Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen wird allerdings, zu Gunsten der Verständlichkeit verzichtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>das Problem der Definition von Gesundheit und Krankheit</h1>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Krankheit ist definiert als Störung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Bei der Abgrenzung der Krankheit von Gesundheit ist eine bestimmte, aus einer Vielzahl von Beobachtungen mithilfe statistischer Methoden gewonnene Schwankungsbreite zu berücksichtigen, innerhalb derer der Betroffene noch als gesund angesehen wird. Bei der Beschreibung einer Krankheit muss zwischen ihren Ursachen (Krankheitsursache) und ihren sichtbaren Anzeichen (Symptomen) unterschieden werden&#8230;.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Quelle: <span lang="de">Der Gesundheits-Brockhaus, F.A. Brockhaus <acronym lang="de" title="Gesellschaft mit beschränkter Haftung">GmbH</acronym>, Leipzig &#8211; Mannheim zitiert nach <a href="https://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gast&amp;p_aid=0&amp;p_knoten=FID&amp;p_sprache=D&amp;p_suchstring=9404" target="_blank" rel="noopener">link</a></span></p>
<p><strong>Vereinfacht ausgedrückt, gilt als Krankheit, alles das, was unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigt &#8211; sprich: Leid verursacht.</strong></p>
<p>Im Bereich der Psyche ist dies allerdings eine sehr vage Definition. Unsere Psyche ein hochkomplexes System, das eine enorme Eigendynamik aufweist. Jeder Mensch reagiert anders auf das selbe Ereignis. Man kann zwar mit statistischen Durchschnittswerten erfassen, wie die Mehrheit in bestimmten Situationen reagiert, aber das heißt noch lange nicht, dass Menschen, die die Situationen anders als der Durchschnitt erleben, deshalb kränker oder gesünder sind. Es gibt zwar Faktoren, die einen Einfluss darauf haben, wie wir ein kritisches Ereignis, zum Beispiel einen schweren Unfall verarbeiten, aber dennoch ist es nicht möglich, vorherzusagen, wer ein solches Ereignis gut von selbst verarbeitet und wer darin Unterstützung benötigt.</p>
<p>Eine weiteres Problem der Definition ist das Problem der Sichtbarkeit. Denn die Psyche ist unser subjektive, inneres Erleben, dass also nur jedem einzelnen für sich selbst zugänglich ist und daher nicht von objektiv gemessen und beobachtet werden kann. Jeder Arzt oder Psychologe kann also nur soviel sehen, wie dem Klienten bewusst ist und dieser auch gewillt ist, mitzuteilen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Problem des Krankheitsbegriffes</h1>
<p>Die Begriffe &#8220;psychische Krankheit&#8221; oder &#8220;psychische Störung&#8221; führen in der Regel leider zu einem völligen Missverständnis der Sachlage. Nach der Definition oben kann es nur eine Störung des psychischen oder sozialen Wohlbefindens geben. Also nicht der Klient ist gestört sondern lediglich sein Wohlbefinden. Weiterhin führt der Begriff der Krankheit schnell dazu, die Konzepte aus der Organmedizin auf die Psychologie zu übertragen.</p>
<p>Bei einem gebrochenen Bein, zum Beispiel, kann ein Arzt mittels eines Röntgengerätes zweifelsfrei feststellen, dass das Bein gebrochen ist. Der Patient kann nichts tun, außer den Experten zu bitten, ihn zu heilen. Der Patient ist passiv, der Experte löst das Problem.</p>
<p>Im Bereich der Psyche, die ja aus unserem Denken, Handeln und Erleben besteht, ist es anders. Hier kann der Experte lediglich</p>
<ul>
<li>für einen sicheren Rahmen Sorgen, in dem die Welt des Patienten/Klienten offen und konstruktiv reflektiert werden kann</li>
<li>&#8220;Werkzeuge&#8221; reichen, die der Klient/Patient in seiner individuellen Wirklichkeit ausprobieren um eine Verbesserung des subjektiven Erlebens zu  erreichen</li>
<li>einen Rahmen zu schaffen, in dem der Klient/Patient neue hilfreiche Erfahrungen machen kann, die ihm dabei helfen, Blockaden zu überwinden.</li>
</ul>
<p>Um also erfolgreich und nachhaltig sein psychisches und soziales Wohlbefinden zu steigern, braucht es einen aktiven und selbstverantwortlichen Klienten/Patienten und einen Experten, der dem Klienten / Patienten auf Augenhöhe dabei assistiert.</p>
<p>Dennoch hat der Krankheitsbegriff eine Bedeutung. Allerdings nur im sozialrechtlichen Kontext (siehe unten).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Wie sind die Störungsbilder definiert?</h1>
<p>Die Psychologie versteht sich als Naturwissenschaft. Daher muss sie also Theorien, Beschreibungen und Erklärungen von Ursachen und Wirkungen nachweisbar belegen. Dies erfordert abstraktere Kategorien in denen man das individuelle Erleben zusammenfassen kann, um dann zusammenhänge auf einer abstrakteren Ebene darzustellen. Nehmen wir als Beispiel die Kategorie &#8220;Trauer&#8221;. Trauer : die meisten Leser haben sicherlich sofort eine Idee, wie sich das anfühlt, wie man sich dann verhält, etc. Auf der individuellen Ebene in einer konkreten Situation sind die konkreten Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen aber sehr verschieden (je nach Alter, Ursache, Kultur,, etc). Nun gibt es bestimmte Verhaltensweisen die Abhilfe schaffen können: z.B. &#8220;trösten&#8221;. Doch was nun genau wen in welcher Situation tröstet, ist wieder sehr Individuell und von verschiedenen Faktoren abhängig (Anm. Trauer dient lediglich als Beispiel zur Veranschaulichung. Trauer ist derzeit nicht im ICD-10, im DSM-5 gibt es allerdings die Tendenz, langanhaltende Trauer im Bereich der Depression zu verorten).</p>
<p>Um nun Zusammenhänge auf der Ebene von &#8220;Trauer&#8221; und &#8220;trösten&#8221; erforschen zu können, bedurfte es eines Kataloges von Phänomenen und konkreteren Symptomen. So entstand der DSM (<a title="Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diagnostic_and_Statistical_Manual_of_Mental_Disorders">Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>DSM und ICD (Buchstabencode &#8220;F&#8221;)</h2>
<p>Der amerikanische DSM und der Internationale ICD (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_statistische_Klassifikation_der_Krankheiten_und_verwandter_Gesundheitsprobleme" target="_blank" rel="noopener">(International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems)</a> sind also zunächst nur Zusammenstellungen von Kategorien des gestörten Wohlbefindens und den einzelnen Symptomen, die in die Klasse des Phänomens gehören. Also zum Beispiel:</p>
<p><strong>ICD-10 F32.- Depression: </strong></p>
<p>der betroffene Patient leidet unter</p>
<ul>
<li>einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität.</li>
<li>Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert.</li>
<li>Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten.</li>
<li>Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert.</li>
<li>Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt.</li>
<li>Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor.</li>
<li>Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten &#8220;somatischen&#8221; Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude,</li>
<li>Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust.</li>
</ul>
<p>In der Regel gibt es ebenfalls noch die Komponente &#8220;Zeit&#8221;. D.h. die Symptome müssen über einen bestimmten Zeitraum vorhanden sein.</p>
<p>Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.</p>
<h3>Mehrfach und Fehldiagnosen</h3>
<p>Häufig kommt es vor, dass Hausarzt, Psychiater, Klinik und Psychotherapeuten mehrere unterschiedliche Diagnosen ausstellen. Dies führt oft zu Irritationen bei den Patienten, die dann oft glauben, sie könnten nur dann richtig behandelt werden, wenn die richtig &#8220;richtige und wirkliche&#8221; Diagnose feststeht. Natürlich gibt es Studien zur Wirksamkeit von Interventionen bei bestimmten Störungsbildern. Allerdings sind dies eben nur sehr abstrakte Erkenntnisse auf der Ebene künstlicher Kategorisierungen.</p>
<blockquote>
<div id="stcpDiv">&#8220;Jeder Mensch ist ein Individuum. Die Psychotherapie sollte deshalb so definiert werden, dass sie der Einzigartigkeit der Bedürfnisse eines Individuums gerecht wird, statt den Menschen so zurechtzustutzen, dass er in das Prokrustesbett einer hypothetischen Theorie vom menschlichen Verhalten passt.&#8221; &#8211; Erickson 1979</div>
</blockquote>
<p>Entscheidend ist daher, ob die Therapie zur Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens beiträgt oder nicht und weniger ob sich nun die Experten einig sind, in welche Kategorie das jeweilige Erleben nun einzuordnen ist.</p>
<p>Wichtig: Dieser Abschnitt bezieht sich nicht auf organische Ursachen&#8221; ob organische Ursachen für das psychische Leid verantwortlich sind, sollte ebenfalls abgeklärt werden. Es gibt diverse psychische Symptome die zum Beispiel durch Mangel an bestimmten Stoffen hervorgerufen sein können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>sozialrechtliche Bedeutung</h2>
<p>Unser Gesundheitssystem ist dafür da, die Kosten zu Übernehmen, um Einschränkungen des individuellen Wohlbefindens ab einer gewissen Intensität zu lindern. Doch ab wann ist eine Störung des psychischen Wohlbefindens &#8220;behandlungsbedürftig&#8221; (sprich die Krankenkassen müssen für die Kosten aufkommen)? Um diese Frage generell und nachvollziehbar zu beantworten, hat man sich auf den ICD bzw. DSM geeinigt. D.h. alle Phänomene, die im ICD oder DSM klassifiziert sind, gelten als behandlungsbedürftig und werden somit von den Krankenkassen finanziert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Was bedeutet das für die Patienten / Klienten?</h1>
<p>Störungen des psychischen Wohlbefindens treten häufig nicht plötzlich auf sondern entwickeln sich langsam. Je früher man sich dem Thema annimmt, desto leichter lässt sich das Wohlbefinden wieder herstellen. Allerdings finanzieren die Krankenkassen die Therapie erst, wenn ausreichend Symptome (siehe oben) aufgetreten sind und somit in der Regel schon eine längere Leidensgeschichte entstanden ist. Dies schafft nun folgende Dilemmasituation:</p>
<p>Will man, dass die Krankenkasse die Kosten für die Therapie übernimmt, muss die Störung des Wohlbefindens als so schwerwiegend beschrieben werden , dass sie den Diagnosekriterien entspricht. Dies wiederum fokussiert den Patienten aber auf die Einschränkungen und das Leid. Geht nun der Patient vom klassischen Krankheitsbild aus, d.h. er denkt er &#8220;hat&#8221; eine Depression ähnlich wie man eine Krebs hat, so behindert diese Einstellung den Behandlungserfolg, da der Patient sich ja als Ohnmächtig erlebt, was wiederum die depressiven Gefühle massiv verstärkt. Um eine Lösung herbei zu führen wäre aber eine Fokussierung auf die Fähigkeiten des Patienten der deutlich bessere Weg.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;psychisch krank&#8221; oder wie wirklich ist ein rosa Einhorn?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychologische-diagnosen/">psychologische Diagnosen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>Feedbacksystem zur Qualitätssicherung von systemischer Therapie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 13:26:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Feedbacksystem]]></category>
		<category><![CDATA[Inventar]]></category>
		<category><![CDATA[Score 15]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieerfolg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Projektskizze (Entwurf) &#160; Ziel Sammlung und Erstellung eines Pools von Fragebögen zur Qualitätssicherung und Evaluation systemischer Coachings, Beratungs- und Therapieangebote Relevante Perspektive: Klient(en) &#8211; Der Klient ist Experte für sein Erleben Auswahlkriterien für Fragebögen: Gütekriterien Ökonomie / Rücklaufquote Lizenzfreiheit der Instrumente (→ hoher Verbreitungsgrad) &#160; Anwendung:   Rückwirkend nach Abschluss   im Verlauf (entweder [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1></h1>
<h1>Eine Projektskizze (Entwurf)</h1>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Ziel</h2>
<p>Sammlung und Erstellung eines Pools von Fragebögen zur Qualitätssicherung und Evaluation systemischer Coachings, Beratungs- und Therapieangebote</p>
<h2>Relevante Perspektive:</h2>
<p>Klient(en) &#8211; Der Klient ist Experte für sein Erleben</p>
<h3>Auswahlkriterien für Fragebögen:</h3>
<ul>
<li>Gütekriterien</li>
<li>Ökonomie / Rücklaufquote</li>
<li>Lizenzfreiheit der Instrumente (→ hoher Verbreitungsgrad)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Anwendung:</h3>
<ol>
<li>  Rückwirkend nach Abschluss</li>
<li>  im Verlauf</li>
</ol>
<p>(entweder 1. / oder 2.)</p>
<h3>Darstellung der relevanten Einflussgrößen:</h3>
<figure id="attachment_385" aria-describedby="caption-attachment-385" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-385" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung-e1398431059185.jpg" alt="" width="600" height="424" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung-e1398431059185.jpg 600w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung-e1398431059185-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-385" class="wp-caption-text">Übersicht Wirkfaktoren</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Daraus ergeben sich folgende Erhebungsschwerpunkte:</strong></p>
<ul>
<li>Klient / Klientensystem
<ul>
<li>Familien-, Paar- Einzeldiagnostik (SCORE 15, FACES, EPF, Beavers, GARF,etc)</li>
<li>Umwelteinflüsse (Wirkfaktoren außerhalb des Therapiesettings)</li>
</ul>
</li>
<li>Therapeut
<ul>
<li>Person / Methoden</li>
</ul>
</li>
<li>Ziele / Anliegen
<ul>
<li>Definition positives Ziel / ggf. auch Diagnostik / Problembeschreibung</li>
</ul>
</li>
<li>Klient – Ziele:
<ul>
<li>Zufriedenheit mit der Zielerreichung (z.B. GAS)</li>
</ul>
</li>
<li>Klient – Therapeut:
<ul>
<li>Beziehungsqualität (z.B. STPI2)</li>
</ul>
</li>
<li>Therapeut &#8211; Ziele:
<ul>
<li>Zieldienlichkeit des Therapeuten</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Übersicht: Fragebogen Elemente</h3>
<figure id="attachment_396" aria-describedby="caption-attachment-396" style="width: 458px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-396" src="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2-1024x724.jpg" alt="Fragebogen Struktur" width="458" height="324" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2-1024x724.jpg 1024w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2-300x212.jpg 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2-768x543.jpg 768w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung2.jpg 1123w" sizes="(max-width: 458px) 100vw, 458px" /></a><figcaption id="caption-attachment-396" class="wp-caption-text">Fragebogen Struktur</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3></h3>
<h3>Vorschlag: einzusetzende Fragebögen</h3>
<figure id="attachment_403" aria-describedby="caption-attachment-403" style="width: 458px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-403" src="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3-1024x724.jpg" alt="Vorschlag Fragebögen" width="458" height="324" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3-1024x724.jpg 1024w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3-300x212.jpg 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3-768x543.jpg 768w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/darstellung3.jpg 1123w" sizes="auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px" /></a><figcaption id="caption-attachment-403" class="wp-caption-text">Vorschlag Fragebögen</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Quellen und Anhänge:</h3>
<h4>GAS</h4>
<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/GAS_Anleitung_2010-09-23V2.pdf">GAS_Anleitung_2010-09-23V2</a></p>
<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/GAS-Auswertungsbogen_Kurve_2010-09-20.pdf">GAS-Auswertungsbogen_Kurve_2010-09-20</a></p>
<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/GAS-Auswertungsbogen_Prozent_2010-09-20.pdf">GAS-Auswertungsbogen_Prozent_2010-09-20</a></p>
<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/GAS-Auswertungsbogen-Zahl_2010-09-20.pdf">GAS-Auswertungsbogen-Zahl_2010-09-20</a></p>
<p><a href="http://www.lesliereutter.de/wp-content/uploads/2014/04/GAS-Auswertungsbogen_Likert_2010-10-11_.pdf">GAS-Auswertungsbogen_Likert_2010-10-11_</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>SCORE 15</h4>
<p>Stratton, P., Bland, J., Janes, E. &amp; Lask, J.(2010). Developing an indicator of family function and a practicable outcome measure for systemic family and couple therapy: the SCORE. Journal of Family Therapy 2010/32, S. 232-258.</p>
<p>Borcsa, Maria &amp; Schelenhaus, Szilvia (2011). SCORE-15-D Fragebogen zur Erfassung von Familienfunktionen (unveröffentlicht). Deutschsprachige Version des Systemic Clinical Outcomes in Routine Evaluation von Stratton et al. (2010).</p>
<p>Borcsa, M. &amp; Schelenhaus, S. (2011). Der Fragebogen zur Erfassung der Wirksamkeit von Systemischer Therapie SCORE 15. Ein Werkstattbericht. Systeme 25 (2), 137-140.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>STPI</h4>
<p>Scherer,Tenne &amp; Pauls, (1997-1999). Systemisches Therapie-Prozess-Inventar  STPI URL: <a href="http://directs.spdns.de/fb/STPI2.pdf">http://directs.spdns.de/fb/STPI2.pdf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Was hat Paartherapie mit Raumschiff Enterprise zu tun?</title>
		<link>https://lesliereutter.de/was-hat-paartherapie-mit-raumschiff-enterprie-zu-tun/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2014 20:31:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paartherapie und Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Eheberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Paartherapie und Paarberatung haben mehr mit Raumschiff Enterprise zu tun, als man annehmen möchte. In den alten Folgen von Raumschiff Enterprise entdeckt die Crew von Captain Kirk ständig neue Welten und die Lebewesen, die dort leben. Die meisten sehen sich allesamt im Grunde doch sehr ähnlich. Im Verlaufe einer Folge von Raumschiff Enterprise werden die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/was-hat-paartherapie-mit-raumschiff-enterprie-zu-tun/">Was hat Paartherapie mit Raumschiff Enterprise zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Therapie &amp; Beratung: Paarberatung / Paartherapie" href="http://www.lesliereutter.de/paartherapie-und-paarberatung-in-lubeck/">Paartherapie und Paarberatung</a> haben mehr mit Raumschiff Enterprise zu tun, als man annehmen möchte. In den alten Folgen von Raumschiff Enterprise entdeckt die Crew von Captain Kirk ständig neue Welten und die Lebewesen, die dort leben. Die meisten sehen sich allesamt im Grunde doch sehr ähnlich. Im Verlaufe einer Folge von Raumschiff Enterprise werden die unerklärlichen Verhaltensweisen der Bewohner der fremden Welten im Kontext deren Lebensumswelt verständlich und es wird in der Regel nach neuen Lösungen gesucht, die eine friedliche Koexistenz oder sogar ein inniges Miteinander ermöglichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/was-hat-paartherapie-mit-raumschiff-enterprie-zu-tun/">Was hat Paartherapie mit Raumschiff Enterprise zu tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>Depression &#8211; einige Fakten &#8211; Warum Therapie?</title>
		<link>https://lesliereutter.de/depression/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jul 2012 13:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der amerikanische Psychotherapeut Michael Yapko (1988) schreibt: 30-40 Millionen (von 315 Million) Amerikaner leiden unter einer diagnostizierbaren depressiven Störung Jeder 4. Amerikaner durchlebt mindestens eine ernste depressive Phase in seinem Leben Nur 25-50% der Betroffenen bekommen eine Behandlung Depressionen treffen alle Altersklassen Viele Depressionen sind von psychosomatischen Problemen überlagert und werden dadurch nicht erkannt Hinter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/depression/">Depression &#8211; einige Fakten &#8211; Warum Therapie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der amerikanische Psychotherapeut Michael Yapko (1988) schreibt:</p>
<p>30-40 Millionen (von 315 Million) Amerikaner leiden unter einer diagnostizierbaren depressiven Störung<br />
Jeder 4. Amerikaner durchlebt mindestens eine ernste depressive Phase in seinem Leben<br />
Nur 25-50% der Betroffenen bekommen eine Behandlung<br />
Depressionen treffen alle Altersklassen<br />
Viele Depressionen sind von psychosomatischen Problemen überlagert und werden dadurch nicht erkannt<br />
Hinter vielen Suchtproblemen steckt der Versuch, gegen eine Depression zu kämpfen</p>
<p>Viele der Betroffenen suchen keine Therapieangebote auf, da sie keine Hoffnung auf Erfolg sehen. Fatal daran ist, dass gerade die erlebte Hoffnungslosigkeit symptomatisch für die Depression ist und somit ein Kreislauf entsteht, der schwer zu durchbrechen ist.</p>
<p>Wie kann hier Psychotherapie helfen?<br />
Das Ziel einer therapeutischen Behandlung von Depressionen ist im wesentlich das gemeinsame erarbeiten einer positiven Zukunftserwartung. Ein wichtiger Bestandteil ist hier eine positive Selbstwirksamkeitserwartung. D.h. der Klient macht die Erfahrung, dass er über Mittel und Wege verfügt, seine Lage zu verändern. Im Gegensatz zu einer rein medikamentösen Behandlung, bei der der Betroffene den Eindruck bekommt, der Arzt und das Medikament machen das, liegt bei einer wirksamen psychotherapeutischen Unterstützung der Fokus auf die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Klienten.</p>
<p>Literatur:<br />
Yapko, M. D. (1988). When living hurts: Directives for treating depression. Philadelphia: Brunner/Mazel.</p>
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