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	<title>Leslie Reutter &#8211; Psychologe M.Sc. &#8211; Lübeck</title>
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	<description>Paartherapie, Familientherapie, Einzeltherapie und Hypnotherapie</description>
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		<title>systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 09:39:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familientherapie und Familienberatung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens- und Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychotherapie-krankenbehandlung-oder-entwicklungsprozesse-zu-einem-erfuellteren-leben-v-satir-people-making/">systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="kc-elm kc-css-639879 kc_row"><div class="kc-row-container  kc-container"><div class="kc-wrap-columns"><div class="kc-elm kc-css-16624 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12"><div class="kc-col-container"><div class="kc-elm kc-css-695467 kc_text_block"></p>
<h1>systemisches Richtlinienpsychotherapieverständnis &#8211; Ein Dilemma?</h1>
<p>Historisch gab und gibt es leider noch immer zwei unterschiedliche Perspektiven auf das Verständnis von Psychotherapie: Auf der einen Seite das medizinische Modell (Psychotherapie als Krankenbehandlung), auf der anderen das humanistisch-wachstumsorientierte Modell (Psychotherapie als Entwicklungsprozess).</p>
<h2>Das medizinische Modell: Reparieren, was „kaputt“ ist</h2>
<p>In vielen Gesundheitssystemen gilt Psychotherapie offiziell als Krankenbehandlung. Das bringt klare Vorteile mit sich: Diagnosen, evidenzbasierte Methoden, Abrechenbarkeit und Schutz vor unseriösen Angeboten. Der Fokus liegt auf Symptomreduktion.</p>
<p>Doch dieses Modell birgt eine Gefahr: Es reduziert den Menschen leicht auf seine Defizite und Symptome. Der Blick bleibt auf dem, was „nicht funktioniert“, statt auf dem, was werden könnte.</p>
<h2>Virginia Satir: Psychotherapie als „people making“</h2>
<p>Virginia Satir (1916–1988) sah Psychotherapie grundlegend anders. Für sie ging es nicht primär um Reparatur, sondern um Wachstum und Entfaltung.<br />Jeder Mensch besitzt innere Ressourcen und ist grundsätzlich wertvoll – unabhängig von seinen aktuellen Verhaltensmustern oder Symptomen.</p>
<p>Satir wollte Menschen helfen, authentisch zu kommunizieren, ihre eigene Würde zu spüren und in Beziehungen lebendig zu sein. Ihre berühmten fünf Freiheiten laden zur Kongruenz und Selbstverwirklichung ein.</p>
<ol>
<li>Die Freiheit zu sehen und zu hören, was wirklich da ist (statt was sein sollte).</li>
<li>Die Freiheit zu sagen, was man wirklich fühlt und denkt.</li>
<li>Die Freiheit zu fühlen, was man wirklich fühlt.</li>
<li>Die Freiheit zu bitten, was man braucht.</li>
<li>Die Freiheit, Risiken einzugehen – für das eigene Wachstum.</li>
</ol>
<h2>Günther Schiepek und die synergische Perspektive</h2>
<p>Günther Schiepek liefert mit seiner synergischen Perspektive (basierend auf der Synergetik von Hermann Haken) ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Modell für Selbstorganisationsprozesse, die nicht nur Musterbildung auf der Verhaltensebene sondern auch auf neuronaler Ebene beschreiben. Man kann sich die Persönlichkeit eines Menschen wie eine Potentiallandschaft vorstellen: Also eine hügelige Landschaft, mit Tälern und Bergen. Jedes Tal steht für einen Attraktor – ein stabiles Muster aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Die Tiefe eines Tals zeigt, wie stabil und schwer zu verlassen dieses Muster ist.</p>
<p>Schiepek zeigt, dass psychische Symptome oft das Ergebnis von Selbstorganisationsprozessen sind: Unter ungünstigen Bedingungen (wiederholte negative Erfahrungen, Stress, belastende Beziehungen) verengen sich die Möglichkeitsräume. Problematische Muster graben sich tief ein und werden zu rigiden, stabilen Tälern, aus denen das System nur schwer herausfindet und/oder Symptome entstehen.</p>
<p>In diesem Modell kann Psychotherapie Bedingungen schaffen, unter denen das System sich selbst neu organisiert. Durch gezielte Veränderungen von Kontrollparametern (z. B. in der therapeutischen Beziehung, durch Ressourcenaktivierung oder bewusste Aufmerksamkeitslenkung) lassen sich rigide Attraktoren destabilisieren.</p>
<p>Es entstehen Phasen der Instabilität, aus denen neue, flexiblere und lebendigere Muster hervorgehen können – die Potentiallandschaft wird wieder weiter, vielfältiger und entwicklungsfähiger.<br />Die synergetische Perspektive erklärt einerseits, wie negative Muster und letztlich Symptome entstehen, erklärt den Menschen aber nicht zu einem defekten Objekt, das repariert werden muss, sondern zu einem selbstorganisierenden System mit einem großen inneren Potential für Ordnungswandel und Wachstum. Psychotherapie wird zum synergetischen Prozessmanagement – zur intelligenten Begleitung von Selbstorganisation.</p>
<h2>Was könnte demnach Psychotherapie sein?</h2>
<p>Satir zeigt warum und wozu wir wachsen wollen: für mehr Authentizität, Würde und lebendige Beziehungen. Schiepek liefert das wissenschaftliche Fundament und erklärt wie dieser Wachstumsprozess in komplexen Systemen tatsächlich abläuft. Zusammen bilden sie ein starkes Argument für eine synergische, potentialorientierte Psychotherapie – jenseits eines rein symptomzentrierten Reparaturmodells.</p>
<p>Beide sehen den Menschen als lebendiges, selbstorganisierendes System, dessen Entfaltung im Mittelpunkt stehen sollte, unter Anerkennung der Tatsache dass solche Prozesse häufig Unterstützung benötigen. Ab einer gewissen Schwere des Leids ist dies zumindest in diesen Fällen mit der Logik des Gesundheitssystems im Einklang, dass es professionelle Hilfe bedarf, um komplexe Prozesse im bio-psycho- sozialen System zu reorganisieren. Gleichzeitig möchte ich hier auch darauf verweisen, dass soziale Systeme (Familien, Gruppen, Gemeinschaften), ebenso ein erhebliches Potential zur Förderung von Veränderungen haben, wenn diese offen für Veränderung und für die Vielfalt des Lebens sind. Sofern ein soziales System nicht selbst über die Ressourcen verfügt, können diese auch mit Hilfe von nicht im Gesundheitswesen tätigen ausgebildeten systemischen KollegInnen entwickelt werden.</p>
<h2>Integration der beiden Perspektiven</h2>
<p>In akuten Krisen oder bei schwersten Störungen kann eine klare, symptomorientierte Herangehensweise sinnvoll und notwendig sein. Hier ist die Logik der Krankenbehandlung zunächst ein schlüssiger Ansatz.<br />Gleichzeitig verlieren wir etwas Wesentliches, wenn wir nur in dieser Logik denken: Die Freude am persönlichen Wachstum, die Würde jenseits der Diagnose und die Möglichkeit tiefgreifender, nachhaltiger Veränderung.</p>
<p>Gute Psychotherapie kann beides – Leiden lindern und Leben bereichern. Sie hilft nicht nur, aus engen Tälern herauszukommen, sondern die ganze Potentiallandschaft wieder lebendig und vielfältig zu machen. Allerdings setzt dies die eigene Bereitschaft zur Transformation und Veränderung voraus.</p>
<h4>siehe auch:</h4>
<p><a href="https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/" target="_blank" rel="noopener">link zu: Definition systemische Therapie nach PT-Richtlinie: https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/</a></p>
<p><a href="https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/" target="_blank" rel="noopener">Experteninterviews zum Stand der ST Gesundheitswesen: https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/</a></p>
<h4>Literatur</h4>
<p>Satir, V. (1994). Kommunikation. Selbstwert, Kongruenz, Paderborn.</p>
<p>Schiepek, G. (2006). DIE NEURONALE SELBSTORGANISATION VON PERSÖNLICHKEIT UND IDENTITÄT THE NEURAL SELF-ORGANIZATION OF PERSONALITY AND PERSONAL IDENTITY.</p>
<p>Stierlin, H. (1976). Das Tun des einen ist das Tun des anderen: Eine Dynamik menschlicher Beziehungen.</p>
<p>
</div></div></div></div></div></section>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychotherapie-krankenbehandlung-oder-entwicklungsprozesse-zu-einem-erfuellteren-leben-v-satir-people-making/">systemische Richtlinienpsychotherapie: Krankenbehandlung oder Entwicklungsprozesse (zu einem erfüllteren Leben &#8211; V. Satir “people making“)?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>rechtliche Grundlagen: Unterstützung und Fremdbestimmung in psychiatrischen Ausnahmesituationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 16:37:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/rechtliche-grundlagen/">rechtliche Grundlagen: Unterstützung und Fremdbestimmung in psychiatrischen Ausnahmesituationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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<h1 class="kc_title">Angst und Wirklichkeit</h1>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1064399 kc_text_block">
<p>Immer noch kursieren Vorstellungen über die Psychiatrie, wie wir sie aus Filmen aus den 1960er Jahren (zB &#8220;einer Flog über das Kuckucksnest&#8221;&nbsp;© United Artists, 1975kennen. Immer noch fürchten sich Menschen, die noch nie in einer Psychiatrie waren, gegen ihren Willen behandelt zu werden.</p>
<p>Doch heute gibt es strenge und klare Auflagen und Bedingungen, die erfüllt und durch Gerichte geprüft werden müssen, bevor jemand gegen seinen Willen behandelt werden darf.</p>
<p>Ziel moderner Ansätze ist jedoch immer Kooperation und Freiwilligkeit. Betroffene sollen unterstützt und befähigt werden, eigenständig und autonom gute Entscheidungen treffen zu können.</p>
<p>Lediglich bei akuter Fremd- und/oder Selbstgefährdung kann unter Anordnung eines Gerichts gegen den Willen behandelt werden. Ebenso im Falle von Straftaten, die in einer psychischen Ausnahmesituation verübt werden.</p>
<p>Doch was bedeutet das konkret?</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<h3 class="kc_title">Ab wann greifen Zwangsmaßnahmen oder wie &#8220;verrückt&#8221; ist noch normal?</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1668301 kc_text_block">
<p>
&#8220;verrückt&#8221; ist, wie das Wort  schon sagt, jemand der ver-rückt ist, also etwas aus der Mitte ist, also abweichend ist. Das ist zunächst weder krank noch verboten.</p>
<p><strong>Würde also jemand, mit einem Hühnerkostüm verkleidet, regelmäßig zum Supermarkt gehen, sich 10 halbe Hähnchen kaufen und diese in einen Kinderwagen setzen, um die Hähnchen dann spazieren zu fahren und ihnen dabei Schlaflieder zu singen, wäre das im Rahmen der persönlichen Freiheit erlaubt, solange keine Ruhestörung oder eine ähnliche Ordnungswidrigkeit zum Tragen käme.  </strong></p>
<p>Die Erklärung ist einfach:</p>
<ol>
<li>Niemand kommt dabei zu Schaden</li>
<li>Halbe Hähnchen sind tot und daher vor dem Gesetz eine Sache, wie ein Teddybär</li>
</ol>
<div>Es bleibt also zum aktuellen Zeitpunkt ein sehr ungewöhnlicher Freizeitvertreib, ist aber weder Krank noch Verboten.</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<div class="kc-elm kc-css-3557141 kc-title-wrap ">
<h3 class="kc_title">gesetzliche Betreuung: Wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen </h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-2298732 kc_text_block">
<div><strong>Voraussetzung:</strong></div>
<div>Eine Person ist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, für die eigenen Finanzen, Gesundheit oder behördlichen Angelegenheiten ausreichend gut für sich selbst zu sorgen.</div>
<div></div>
<div></div>
<div><strong>Beispiel:</strong></div>
<div></div>
<div>Jemand ist davon überzeugt, er / sie könne die Welt retten, wenn er / sie sämtliche Absatzschuhe besitzt, die es derzeit zu kaufen gibt und dabei sein Geld in einer Art dafür verwendet, dass Lebensmittel, Miete, etc. nicht mehr bezahlt werden können. Hier würde ein Betreuer die finanzielle Sorge übernehmen und dem entsprechenden Gelder zu teilen und ggf. die Bestellungen und Käufe wieder rückabwickeln, da die Person nicht alleine geschäftsfähig ist. Dennoch könnte der Betroffene über Geld verfügen und dies im Rahmen dessen, was machbar ist, im eigenen ermessen ausgeben.</div>
<div></div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1072662 kc_text_block">
<div><strong>Ziel:</strong></div>
<div>Ähnlich wie bei Kindern/Jugendlichen, die noch nicht voll geschäftsfähig sind, geht es darum, den Betroffenen dabei zu unterstützen, seine Angelegenheiten nach seinem Willen zu regeln und ihn oder sie vor Schaden zu bewahren.</div>
<div></div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3915648 kc_text_block">
<div><strong>Ablauf:</strong></div>
<div>Eine gesetzl. Betreuung kann per Antrag beim Betreuungsgericht beantragt werden. Dies führt zu einer fachlichen Begutachtung und einem Gespräch mit der betroffenen Person. Wenn die betroffene Person selbst nicht zustimmt, sind die Hürden deutlich höher. Der Betroffene kann selbst einen Betreuer vorschlagen, alternativ bestimmt das Betreuungsgericht einen Betreuer. Dieser kann auf Wunsch des Betroffenen aber auch gewechselt werden, sofern die ausgewählte Person geeignet ist.</div>
<div></div>
<div>Eine Betreuung umfasst entweder eines oder mehrere Themen:</div>
<ul>
<li>Gesundheit</li>
<li>behördliche Angelegenheiten</li>
<li>Finanzen</li>
</ul>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3260623 kc_text_block">
<div><strong>Ende:</strong></div>
<div></div>
<p>Eine Betreuung kann beendet werden, wenn die notwendig entfällt. D.h. der Betroffene kann wieder selbstständig seine Angelegenheiten regeln.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<div class="kc-elm kc-css-836007 kc-title-wrap ">
<h3 class="kc_title">Unterbringung nach PsychHG: Wenn Betroffene aufgrund von psychischen Ausnahmezuständen selbst- oder fremdgefährdend agieren </h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-159876 kc_text_block">
<div><strong>Voraussetzung:</strong></div>
<div>Eine Person bringt sich oder andere aufgrund eines psychischen Ausnahmezustandes in erhebliche Gefahr, ist jedoch nicht einsichtig und nicht bereit diese Handlungen zu unterlassen.</div>
<div>
<div></div>
<div><strong>Beispiel:</strong></div>
</div>
<div>Jemand glaubt, Gott oder Stimmen haben ihm befohlen, sich zum Zeichen der Demut nackt auf die Fahrbahn zu legen und dort um solange um Vergebung zu bitten, bis Jesus zurückkehrt.</div>
<div></div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-55203 kc_text_block">
<div><strong>Ziel:</strong></div>
<div>Abwehr einer akuten Gefahr für sich oder andere</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-207541 kc_text_block">
<div>
<div><strong>Ablauf:</strong></div>
</div>
<div>In der Regel wird die Polizei verständigt, welche dann zunächst für die Sicherheit aller Beteiligten sorgt und später mit Hilfe eines Amtsarztes und des Gerichts, welche prüfen, ob eine Unterbringungen gegen den Willen des Betroffenen in einer psychiatrischen Klinik notwendig erscheint.</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-4069460 kc_text_block">
<div></div>
<div><strong>Ende:</strong></div>
<div>Eine Unterbringung ist meist auf einen kurzen Zeitraum (14 Tage) angelegt und kann früher beendet werden, wenn der Betroffene wieder Entscheidungsfähig ist und sich von solchen Handlungen distanzieren kann.</div>
<div></div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<div class="kc-elm kc-css-3281573 kc-title-wrap ">
<h3 class="kc_title">Forensik/Maßregelvollzug: Der Betroffene hat eine Straftat verübt, war aber zum Zeitpunkt der Tat<br />
schuldunfähig aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3499710 kc_text_block">
<div><strong>Voraussetzung:</strong></div>
<div>Eine Person begeht aufgrund eines psychischen Ausnahmezustandes eine Straftat.</div>
<div>
<div></div>
<div><strong>Beispiel:</strong></div>
</div>
<div>Jemand glaubt, seine Mutter sei durch ein außerirdisches Reptilienwesen ausgetauscht worden und dieses sendet heimlich tödliche Strahlen aus, der Betroffene tötet die Mutter, weil er glaubt, so die Welt retten zu können.</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3957292 kc_text_block">
<div><strong>Ziel:</strong></div>
<div>Schutz der Gesellschaft, Behandlung der Ursache der Tat</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1739729 kc_text_block">
<div>
<div><strong>Ablauf:</strong></div>
</div>
<div>In der Regel wird im Rahmen der Ermittlungen/Verhandlung geprüft, ob die Person zum Tatzeitpunkt  schuldfähig war. Ist dies nicht der Fall, kommt die Person nicht in eine Haftanstalt sondern in eine forensische Klinik (&#8220;Klinik hinter Gittern&#8221;). Im Unterschied zur Haft ist hier die Behandlung durch Psychiater und Therapeuten im Vordergrund, da die Person im gesunden Zustand andere Entscheidungen hätte treffen können und so die Tat nicht verübt hätte.</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1332089 kc_text_block">
<div></div>
<div><strong>Ende:</strong></div>
<p>Unbestimmt. Die Unterbringung endet erst, wenn keine Gefahr mehr von der Person zu erwarten ist. Zumeist ist dies deutlich länger als eine Haftstrafe.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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			</div>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3875025 kc_text_block">
<p>
In der Tabelle unten eine kurze Übersicht, über die unterschiedlichen rechtlichen Bereiche und deren Zielsetzungen, wenn Betroffene nicht mehr in der Lage sind gute eigene Entscheidungen zu treffen, akute Gefahr abgewendet werden muss oder Straftaten begangen wurden.</p>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-1760147 kc_shortcode kc_single_image">
<p>        <img decoding="async" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2025/11/visuals-Seite003-scaled.jpeg" class="" alt="" />    </div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/rechtliche-grundlagen/">rechtliche Grundlagen: Unterstützung und Fremdbestimmung in psychiatrischen Ausnahmesituationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>psychiatrische Notfälle &#8211; Was tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jun 2025 15:01:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/psychiatrische-notfaelle-was-tun/">psychiatrische Notfälle &#8211; Was tun?</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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<div class="kc-elm kc-css-875188 kc-title-wrap ">
<h2 class="kc_title">Ich bin selbst betroffen, </h2>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<div class="kc-elm kc-css-3883729 kc-title-wrap ">
<h3 class="kc_title">&#8230;ich bin aber NICHT akut suizidgefährdet</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3148650 kc_text_block">
<p>
<strong>1. Sie haben bereits einen behandelnden Psychiater oder </strong><strong>Psychotherapeuten</strong><strong>?</strong></p>
<p>Versuchen Sie diesen zu kontaktieren</p>
<p><strong>2. Sie haben keinen behandelnden Psychiater oder Psychotherapeuten?</strong></p>
<p>Wenn Sie kurzfristig einen ambulanten therapeutischen Termin benötigen:<strong><br />
</strong>Nutzen Sie bitte den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und die Terminservicestelle unter <strong>116 117</strong> zur Vereinbarung eines psychotherapeutischen Sprechstundentermins.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<h3 class="kc_title">&#8230; ich bin akut Suizidgefährdet</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3386902 kc-title-wrap ">
<h5 class="kc_title">(Sie haben einen konkreten Plan und können nicht mehr garantieren diesen NICHT umzusetzen )</h5>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-2561640 kc_text_block">
<p>
<strong>1. Sie können noch selbstständig in die nächste Klinik?</strong></p>
<p>Bitte begeben Sie sich in die nächste Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik in Ihrer Nähe oder in das nächste Krankenhaus.</p>
<p><strong>2. Sie können nicht mehr selbstständig in die nächste Klinik?</strong></p>
<p>Bitte rufen Sie einen Krankenwagen: <strong>112</strong></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<div class="kc-elm kc-css-2149959 kc-title-wrap ">
<h2 class="kc_title">Ein anderer ist betroffen</h2>
</div>
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<div class="kc-elm kc-css-146301 kc-title-wrap ">
<h3 class="kc_title">&#8230; ist aber NICHT fremdgefährdend</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-590355 kc_text_block">
<p>
<strong>Unterstützen Sie die Person eigenständig die Punkte oben selbstständig durchzuführen oder übernehmen Sie in Absprache mit der Person die Schritte,welche die Person nicht mehr eigenständig umsetzen kann.</strong></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<h3 class="kc_title">&#8230; ist akut fremdgefährdend</h3>
</div>
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<p>
<strong>Bitte rufen Sie die Polizei: 110</strong></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Systemische Therapie als Richtlinienverfahren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 12:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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<p>Meine Dokumentation zum Sachstand der Systemischen Therapie und dem Gesundheitswesen ist veröffentlicht:  Mehr dazu auf der Projektseite: <a href="https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/" target="_blank" rel="noopener">https://reutters-documentaryfilms.de/systemische-therapie/</a></p>
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		<title>Definition systemische Therapie gemäß PT-Richtlinie Stand August 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2024 09:50:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/">Definition systemische Therapie gemäß PT-Richtlinie Stand August 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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<h3 class="kc_title">§18 Systemische Therapie</h3>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3529405 kc-title-wrap ">
<h4 class="kc_title">(1) Definition</h4>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-2598473 kc_text_block">
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">1 Die Systemische Therapie <strong>fokussiert</strong> den <strong>sozialen Kontext</strong> psychischer Störungen <strong>und misst dem interpersonellen Kontext eine besondere ätiologische Relevanz bei</strong>.</p>
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</div>
<div class="kc-elm kc-css-2917783" style="height: 20px; clear: both; width:100%;"></div>
<div class="kc-elm kc-css-3571723 kc_text_block">
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">2 <strong>Symptome</strong> werden als <strong>kontraproduktiver Lösungsversuch psychosozialer und psychischer Probleme</strong> verstanden, die <strong>wechselseitig durch intrapsychische (kognitiv-emotive), biologisch-somatische sowie interpersonelle Prozesse beeinflusst</strong> sind.</p>
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</div>
<div class="kc-elm kc-css-92660" style="height: 20px; clear: both; width:100%;"></div>
<div class="kc-elm kc-css-2894149 kc_text_block">
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">3 Theoretische Grundlage sind insbesondere die Kommunikations- und Systemtheorien, konstruktivistische und narrative Ansätze und das biopsychosoziale Systemmodell.</p>
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">
<style type="text/css">p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 115%; background: transparent }</style>
</p>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-2106848" style="height: 20px; clear: both; width:100%;"></div>
<div class="kc-elm kc-css-2594230 kc_text_block">
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">4 <strong>Grundlage für Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen</strong> im Sinne dieser Richtlinie <strong>ist die Analyse der Elemente der jeweiligen relevanten Systeme und ihrer wechselseitigen Beziehungen</strong>, sowohl unter struktureller als auch generationaler Perspektive und eine daraus abgeleitete Behandlungsstrategie.</p>
<style type="text/css">p { margin-bottom: 0.25cm; line-height: 115%; background: transparent }</style>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3873915" style="height: 20px; clear: both; width:100%;"></div>
<div class="kc-elm kc-css-2748322 kc_text_block">
<p style="line-height: 100%; margin-bottom: 0cm;" align="justify">5 Der <strong>Behandlungsfokus</strong> liegt in der <strong>Veränderung</strong> von <strong>symptomfördernden,insbesondere familiären und sozialen Interaktionen, narrativen und intrapsychischen Mustern</strong> hin zu einer funktionaleren Selbst-Organisation der Patientin oder des Patienten <strong>und des für die Behandlungrelevanten sozialen Systems</strong>, wobei die <strong>Eigenkompetenz der Betroffenen</strong> genutzt wird.</p>
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</div>
<div class="kc-elm kc-css-567965 divider_line">
<div class="divider_inner divider_line1">
			</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<div class="kc-col-container">
<div class="kc-elm kc-css-1670395 kc-title-wrap ">
<h4 class="kc_title">(2) Schwerpunkte der systemischen Behandlungsmethoden sind insbesondere</h4>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3579989 kc_text_block">
<ul>
<li>Methoden der systemischen Gesprächsführung und systemische Fragetechniken</li>
<li style="text-align: left;">Narrative Methoden</li>
<li style="text-align: left;">Lösungs- und ressourcenorientierte Methoden</li>
<li style="text-align: left;">Strukturell-strategische Methoden</li>
<li style="text-align: left;">Aktionsmethoden</li>
<li style="text-align: left;">Methoden für die Arbeit am inneren System</li>
<li style="text-align: left;">Methoden zur Affekt- und Aufmerksamkeitsregulation</li>
<li style="text-align: left;">Symbolisch- metaphorische und expressive Methoden.</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
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<div class="kc-elm kc-css-560490 kc-title-wrap ">
<h4 class="kc_title">(3) Systemische Therapie kann nach dieser Richtlinie als Krankenbehandlung bei Erwachsenen,<br />
Kindern und Jugendlichen zur Anwendung kommen.</h4>
</div>
<div class="kc-elm kc-css-3362976 kc_text_block">
<p>Quelle: <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">https://www.g-ba.de/richtlinien/20/</a></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/definition-systemische-therapie-gemaess-pt-richtlinie-stand-august-2024/">Definition systemische Therapie gemäß PT-Richtlinie Stand August 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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		<title>Geschlecht &#8211; Identität &#8211; Körper</title>
		<link>https://lesliereutter.de/gender/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2022 07:19:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/gender/">Geschlecht &#8211; Identität &#8211; Körper</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<style type="text/css"></style><section class="kc-elm kc-css-347305 kc_row"><div class="kc-row-container  kc-container"><div class="kc-wrap-columns"><div class="kc-elm kc-css-4245536 kc_col-sm-12 kc_column kc_col-sm-12"><div class="kc-col-container"><div class="kc-elm kc-css-907941 kc_text_block"></p>
<p></p>
<h1>Begriffsdefinitionen</h1>
<p></p>
<p></p>
<p><strong>Wenn wir über Geschlecht(er) reden, dann geht es leider oft drunter und drüber. Einer der Gründe ist, es gibt nicht die eine Definition von Geschlecht. Die unterschiedlichen Dimensionen bedingen sich teilweise gegenseitig, können aber eben auch losgelöst voneinander existieren sein.</strong></p>
<h2>Geschlechtsidentität (engl. gender identity)</h2>
<p><strong>meint das Geschlecht, nicht-Geschlecht oder mehrere, wie man sich selbst erlebt und definiert.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h2>Geschlechtsausdruck (gender expression)</h2>
<p><strong>meint das stereotype Verhalten, das man traditionell einem Geschlecht zuschreibt.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h2>biologisches Geschlecht (sex)</h2>
<p><strong>Hier gibt es mehrere Definitionen</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h3>Geschlechtszellen &#8211; Gameten (Spermien oder Eizellen)</h3>
<p><strong>binär bez. der Funktionen in der Fortpflanzung.</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h3>Hormone</h3>
<p><strong>steuern ab der Pubertät die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale und wirken sich auf das Verhalten aus (zB:  Aggressivität).</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<h3>Chromosomen XX, XY und Anomalien</h3>
<p><strong>Auch hier gibt es nicht nur die XX oder XY Paarungen, es können auch andere Kombinationen auftreten (zB. X-, XXY).</strong></p>
<h2>Sexuelle Präferenz</h2>
<p><strong>Hat viele Dimensionen. Unter Sexueller Präferenz versteht man das, was jemand sexuell attraktiv findet. Neben Alter  und  Geschlecht gibt es noch viele andere Dimensionen. Bei den meisten Menschen gibt es mehrere Kombinationen aus den unterschiedlichen Dimensionen (siehe multidimensionaler Grid der sexuellen Präferenz nach Setho).</strong></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p></p>
<p>
</div></div></div></div></div></section><p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/gender/">Geschlecht &#8211; Identität &#8211; Körper</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was kann eine Gesellschaft vom Coronavirus lernen?</title>
		<link>https://lesliereutter.de/was-kann-eine-gesellschaft-vom-coronavirus-lernen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2021 08:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Management]]></category>
		<category><![CDATA[Moralpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Management und Entscheidungen Eine Pandemie ist ein komplexes, dynamisches Geschehen mit vielen unbekannten Variablen. Wann mutiert der Virus? Wie oft? Wird er dadurch gefährlicher oder harmloser? Wie verhält sich die Infektionsgeschwindigkeit zur Sterblichkeit? Wie verhalten sich die Menschen in der jeweiligen Situation? Wie lange dauert es, bis eine Maßnahme oder das Aufheben einer Maßnahme Wirkung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Management und Entscheidungen</h2>



<p>Eine Pandemie ist ein komplexes, dynamisches Geschehen mit vielen unbekannten Variablen. Wann mutiert der Virus? Wie oft? Wird er dadurch gefährlicher oder harmloser? Wie verhält sich die Infektionsgeschwindigkeit zur Sterblichkeit? Wie verhalten sich die Menschen in der jeweiligen Situation? Wie lange dauert es, bis eine Maßnahme oder das Aufheben einer Maßnahme Wirkung zeigt? &#8211; Dies sind nur einige Variablen, die wir, wenn wir sie denn kennen, immer erst rückwirkend wissen. D.h. wir müssen Annahmen über eine Entwicklung treffen, die sich nicht linear verhält. Das ist schon schwer genug, nun haben wir aber auch noch Zeitdruck. Das sogenannte &#8220;Window of Opportunity&#8221; meint, das man am Anfang einer Entwicklung noch mit relativ wenig Mitteln oder auch Schaden handeln kann. Je später man handelt, desto höher der Schaden, bis dahin, wo es keine Handlungsoptionen mehr gibt. Je früher man handelt, desto weniger ist aber auch klar, ob die Maßnahme überhaupt notwendig ist, oder ob der Zustand vielleicht gar nicht so schlimm wird. In der Nachschau haben wir natürlich dann auch noch das Präventionsparadox, d.h. weil wir etwas unternommen haben, wissen wir gar nicht, ob und wie schlimm es geworden wäre, wenn wir nichts gemacht hätten, zumindest nicht, wenn wir keine Vergleichsgruppe haben, die eine genau gleiche Ausgangslage hatte, aber keine Maßnahmen getroffen worden sind. </p>



<p>Das alles ist natürlich nicht neu und wurde in einem unterhaltsamen Buch von Professor Dietrich Dörner in den frühen 90ern in Experimenten mit einer fiktiven Stadt und einem fiktiven Land und vielen Versuchspersonen aus Politik, Management und Wirtschaft erforscht. Wer das Buch gelesen hat, kann viele parallelen in der aktuellen Situation erkennen&#8230;.</p>



<p>siehe:  <a href="https://de.scribd.com/document/233235946/eBook-German-Dietrich-Doerner-Die-Logik-Des-Misslingens-Strategisches-Denken-in-Komplexen-Situat" target="_blank" rel="noreferrer noopener">link zum ebook</a> Dörner, D. (2003). <em>Die Logik des Misslingens &#8211; Strategisches Denken in komplexen Situationen</em>. ro ro ro Verlag. ISBN: 3499615789</p>



<p> </p>



<h2 class="wp-block-heading">Moral und Demokratie</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>“Ich kenne keinen sicheren Aufbewahrungsort für die ultimativen Befugnisse der Gesellschaft als die Menschen selbst; und wenn wir denken, dass sie nicht genug aufgeklärt sind, um ihre Kontrolle mit einer gesunden Vernunft auszuüben, ist das Heilmittel nicht, die Kontrolle von ihnen zu nehmen, sondern ihre Vernunft durch Bildung zu fördern. Dies ist das wahre Korrektiv des Missbrauchs der Macht.”</p><cite>Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA</cite></blockquote>



<p>So richtig, wie die Aussage von Jefferson auch ist, muss man sich jedoch die Frage stellen, ob es in der modernen Welt überhaupt noch möglich ist, dass jeder einzelne in unserer Gesellschaft über so viel Bildung und Wissen verfügt, wie nötig wäre, um zu allen Themen die uns beschäftigen eine fundierte Meinung zu entwickeln. Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass unterschiedliche Interessensgruppen bewusst falsche Informationen produzieren und sich mittlerweile unterschiedliche Gruppen gegenseitig vorwerfen, dass die anderen mit falschen Informationen agieren, dann erscheint der Grundkonsens den eine vernünftige Diskussion im Sinne eines demokratischen Miteinanders benötigt, unmöglich geworden zu sein. Ein Zustand, der wohl bildhaft am besten mit der &#8220;babylonischen Sprachverwirrung&#8221; beschrieben werden kann. Und so kann der Diskurs, Angst vor dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems versus Angst vor der Einschränkung wichtiger Grundrechte (und vor allem Grundbedürfnisse) insofern gar nicht sinnvoll geführt werden, weil es gar keine gemeinsame Grundlage an Fakten gibt, die man aus unterschiedlichen Perspektiven bewerten könnte. </p>



<h3 class="wp-block-heading">von den Dilemmas und wofür sie gut sind</h3>



<p>Zweifelsohne befinden wir uns in einem oder mehreren Dilemmas. Wenn wir uns von der Aufklärung verabschieden, sind wir in einer Welt voller Meinungen. Die Meinungen des Mittelalters waren, wenn die Ernte schlecht ist, muss man eine Hexe verbrennen. Wissenschaftlich fundiert war das nicht. Nun haben Teile der Gesellschaft eine gewisse Wissenschaftsmüdigkeit entwickelt, wohl auch, weil die Wissenschaft zu lange im Elfenbeinturm gesessen hat und viel zu wenig Transparent über eigene Irrungen und Wirrungen und das was man alles nicht weiß kommuniziert hat. Dennoch, wir müssen also um bei Jefferson zu bleiben, eine aufgeklärte Gesellschaft haben, damit eine Demokratie funktioniert. Wie viel nicht wissenschaftlich/aufgeklärte Meinungen kann aber nun eine Demokratie zu lassen, ohne sich selbst den Teppich unter den Füßen weg zu ziehen? </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Was also ist im Sinne einer aufgeklärten Gesellschaft ein gültiges Argument? Konkret welche Studien sind nun &#8220;richtige&#8221; Studien und welche nicht?</li><li>Wie viel &#8220;Meinung&#8221; ist möglich, ohne die Basis der Demokratie, die Aufklärung, zu gefährden?</li><li>Wie viel &#8220;Macht&#8221; darf ausgeübt werden, um im Sinne Jeffersons die Aufgeklärtheit zu bewahren und zu fördern? </li></ul>



<p>  Nachdem wir diese Punkte geklärt haben, könnten wir uns mit den Inhaltlichen Dilemmas befassen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wie berechtigt ist die &#8220;Angst vor einem Kollaps des Gesundheitssystems&#8221; vs wie berechtigt ist die &#8220;Angst vor einem Verlust der Grundrechte durch die Pandemiemaßnahmen&#8221; oder die &#8220;Angst vor wirtschaftlichem Schaden&#8221;?</li><li>Wie verteilen wir die Lasten gerecht: Gesundheit, Grundrechte/Grundbedürfnisse  und wirtschaftlichem Schaden?</li><li>Wo schneiden sich die Linien &#8220;mehr Sicherheit&#8221; und &#8220;Einschränkung elementarer Grundbedürfnisse, die das Leben lebenswert machen?</li></ul>



<p>Im Sinne von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Lind_(Psychologe)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Professor Georg Lind</a> (Moral ist lern- und lehrbar) sind es genau solche Dilemmas die wir diskutieren und dabei die jeweiligen Argumente mit unseren abgleichen müssen, um uns selbst moralisch weiter zu entwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krise, Kreativität und Resilienz</h2>



<p>Eine Krise ist ein Zustand, in dem die üblichen Lösungsmechanismen nicht mehr funktionieren oder keine Vorhanden sind. Aus Sicht der Resilienz ist die Normalität die Summe aller bewältigten Krisen. Ein Beispiel: Wenn wir als Kinder zum ersten einkaufen gehen sollten, dann war das sicher für viele eine kleine Krise, weil wir gar nicht wussten, was da auf uns zukommt und wir wir dann damit umgehen sollen. Aus Sicht eines Erwachsenen, der diese Krise gemeistert hat, ist das Einkaufen die Normalität. Natürlich gibt es unterschiedliche Krisenarten (Entwicklungskrisen, Einschränkungskrisen, etc). Aktuell haben wir es natürlich viel mehr mit Einschränkungen auf vielen Gebieten zu tun. Krisen lösen alle möglichen irrationalen Gefühle aus, Angst, Ohnmacht, Wut, etc. Oftmals eine wilde Achterbahnfahrt. Der erste Gedanke in einer Krise: &#8220;ich wünschte, es wäre alles so wie vor der Krise&#8221;. &#8211; Allerdings erzeugt dies noch mehr Ohnmacht, da wir nicht in der Zeit reisen können. Was also tun? Früher oder später haben wir die bewältigten Krisen akzeptiert und angefangen, diesen einen Sinn zu geben. Meistens  in dem wir daran irgendwie gewachsen sind, neue Fähigkeiten oder aber neue Sichtweisen entwickelt haben, gelernt haben, manches zu akzeptieren, und viele andere Wege. Trotzdem ist eine Krise kein Ereignis, das man sich herbei sehnt. In einer kollektiven Krise wie der aktuellen, könnten wir dennoch als Gesellschaft wachsen und vieles neu gestalten. Doch zunächst müssen wir bereit sein, uns auf die Krise einzulassen. Doch das können wir nur gemeinsam und solidarisch. Vielleicht könnten wir das zu aller erst wieder erlernen?</p>



<p>Man kann sich ja fragen, was man seinen Enkeln später über die Pandemie erzählen möchte. wäre doch schön, wenn wir sagen könnten: &#8220;Wir Menschen haben damals alle gemeinsam die Krise gemeistert&#8221;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</title>
		<link>https://lesliereutter.de/kurzumfrage-belastungen-durch-covid-19-massnahmen-maerz-bis-mai-2020/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2020 06:39:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familientherapie und Familienberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/kurzumfrage-belastungen-durch-covid-19-massnahmen-maerz-bis-mai-2020/">Ergebnisse der Kurzumfrage: Belastungen durch Covid-19 Maßnahmen März bis Mai 2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Ergebnisse</h1>
<p>&nbsp;Den größten Einfluss auf dem Rückgang der Lebensqualität hatten die Kinderbetreuungsaufgaben während der Maßnahmen im Vergleich zu vor den Maßnahmen. Frauen mit mehreren Kindern unter 12 Jahren waren am stärksten betroffen. Fehlender Ausgleich (Hobbies, Reisen, etc.) und das Arbeitspensum wurden zwar ebenfalls als belastend angegeben, hatten aber einen weit schwächeren Einfluss auf die Veränderung der Lebensqualität. In dieser Stichprobe war die finanzielle Belastung durch die Maßnahmen eher gering.</p>
<p>Sicherlich ist die Teilnehmerzahl zu gering, um ausreichend fundierte Schlüsse zu ziehen. Auch erscheint die Anzahl an Akademikern in der Stichprobe relativ hoch.</p>
<p>Zum einen wäre nun interessant, wie die Aufgabenverteilung innerhalb der Familien geregelt wurde und zum anderen stellt sich die Frage, ob die Kinder als Belastung deshalb so hoch bewertet wurden, weil sich hier durch die Maßnahmen am meisten verändert hat.&nbsp; Ebenso gut wäre auch möglich, dass die Arbeit als belastender erlebt wird, weil sie die Kinderbetreuung erschwert, dies allerdings so nicht wahrgenommen wird, weil sich die Arbeitsbelastung weniger verändert hat. Diese Frage muss zunächst offen bleiben.&nbsp;</p>
<p></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1546" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48.png" alt="" width="953" height="407" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48.png 953w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48-300x128.png 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-29-48-768x328.png 768w" sizes="(max-width: 953px) 100vw, 953px" /></p>
<p>Das Regressionsmodell wurde mittels der regsubsets() Funktion in GNU R aus dem Paket Leaps optimiert. Der VIF liegt jeweils um 1.</p>
<h2>Angaben zu den Belastungen und Ressourcen</h2>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1544" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57.png" alt="" width="659" height="652" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57.png 659w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57-300x297.png 300w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-10-57-120x120.png 120w" sizes="(max-width: 659px) 100vw, 659px" /></p>
<p>Die Psych. Ressourcen wurden mittels des SCORE15 erhoben:</p>
<div class=" question-help-container   text-info col-xs-12 ">
<div class=" ls-questionhelp ">Borcsa, Maria &amp; Schelenhaus, Szilvia (2011).&nbsp;SCORE-15-D Fragebogen zur Erfassung von Familienfunktionen (unveröffentlicht). Deutschsprachige Version des Systemic Clinical Outcomes in Routine Evaluation von Stratton et al. (2010).</div>
</div>
<div>&nbsp;</div>
<div><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1545" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung.png" alt="" width="605" height="340" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung.png 605w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Grafik_Belastung-300x169.png 300w" sizes="(max-width: 605px) 100vw, 605px" /></div>
<h2>Teilnehmer</h2>
<p>Von insgesamt 55 Teilnehmern hatten 39 Kinder im Alter unter 12. Die Teilnehmerzahl ist somit mit N=39 eher gering. Die Teilnehmer wurden über Social Media (Facebook) über Elterngruppen und andere Kontaktnetzwerke angesprochen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1543" src="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18.png" alt="" width="712" height="721" srcset="https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18.png 712w, https://lesliereutter.de/wp-content/uploads/2020/06/Bildschirmfoto-vom-2020-06-09-08-07-18-296x300.png 296w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /></p>
<p></p>


<p></p>
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		<title>Grundlegende Lebens- und Beziehungsmuster</title>
		<link>https://lesliereutter.de/grundlegende-lebens-und-beziehungsmuster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2018 12:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lebens- und Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis / Selbsterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[schlechtes Gewssien]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/grundlegende-lebens-und-beziehungsmuster/">Grundlegende Lebens- und Beziehungsmuster</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<style type="text/css">@media only screen and (min-width: 1000px) and (max-width: 5000px){body.kc-css-system .kc-css-1000731{width: 50%;}body.kc-css-system .kc-css-913188{width: 50%;}}</style>
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<p>
Beziehung ist die Basis unseres (Er-)Lebens. Sobald wir mit etwas im Kontakt sind, sind wir auch in Beziehung mit diesem Etwas. Unsere Beziehung bestimmt die Art des Kontakts.</p>
<p>Doch zuerst, wer ist Wir bzw ich? Da die Antwort auf diese Frage sehr komplex ist, möchte ich zur Vereinfachung vorschlagen, das was wir „ich“ nennen, zumindest in diesem Artikel mit dem aktuellen Bewusstsein gleichzusetzen. Wenn wir über unseren Körper nachdenken, haben wir auch zu diesem eine Beziehung, die sich darin bemerkbar macht, wie wir über ihn denken. Mögen wir ihn? Freuen wir uns, ihn zu sehen? Lehen wir ihn ab? Fühlen wir uns schuldig, weil wir wieder keinen Sport gemacht haben?</p>
<p>Gleiches gilt, wenn wir über uns selbst, oder unsere Art zu denken nachdenken. Genauso haben wir eine Bezieung zum Essen, zur Arbeit, zu Drogen, zu Menschen (Freunde, Feinde, engster Kreis, etc&#8230;). Wenn wir unsere Beziehung zu Dingen untersuchen wollen, hilft es, sich vorzustellen, die Sache wäre eine Person. Also zum Beispiel: Wenn meine Arbeit eine Person wäre, wie würde ich die Beziehung zu ihr beschreiben?</p>
<p>Zu allem existiert jeweils eine spezifische Beziehung. Folgt man diesem Ansatz, so ist im Grunde Beziehung für uns so etwas wie das Wasser für Fische. Allgegenwärtig.</p>
<p>Doch die Art und Weise wie wir üblicherweise all unsere Beziehungen gestalten, geschieht unbewusst. Denn unsere frühen Beziehungsmodelle haben wir gelernt, noch bevor wir Worte dafür hatten. Diese Modelle haben wir dann weiterentwickelt, allerdings meistens ohne bewusst darüber nachzudenken.</p>
<p>In meiner Praxis fällt mir auf, dass es einige wenige Grundthemen gibt, durch welche Beziehungen geprägt sind.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<p>
Unheilsame Beziehungen basieren auf:</p>
<ul>
<li>Schuld / schlechtes Gewissen</li>
<li>Macht / Ohnmacht</li>
<li>Schmerz</li>
<li>Angst / übermäßige Abhängigkeit</li>
<li>Zweck / Missbrauch</li>
</ul>
</div>
</div>
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<p>
heilsame Beziehungen basieren auf:</p>
<ul>
<li>Freude</li>
<li>Freiheit</li>
<li>Vertrauen</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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<p>
Wer möchte kann an dieser Stelle einmal seine Beziehungen zu Menschen oder Dingen die ihm besonders wichtig sind und oder auch zu Menschen und Dingen die eine besondere Herausforderung darstellen überprüfen.</p>
<p>Zum Beispiel:</p>
<p>rufe ich meine Mutter an, weil&#8230;</p>
<p>&#8230; ich sonst ein schlechtes Gewissen hätte? -> Schuld</p>
<p>&#8230; sie mir sonst kein Geld gibt -> Macht und/oder Zweck je nachdem</p>
<p>&#8230;ich Angst habe, dass sie mich sonst nicht mehr mag? -> Angst / Abhängigkeit</p>
<p>&#8230; wir uns freuen, wenn wir uns Dinge erzählen können. -> Freude</p>
<p>Natürlich ist es in der Praxis nicht gar so einfach, wie hier beschrieben. Zumal es sich meist um unbewusste Aspekte handelt, erkennt man oft nicht auf den ersten Blick,  welches Thema das eigene Kernthema ist.</p>
<p>Je mehr es gelingt, Kontakte und Beziehungen auf eine heilsame Art zu gestalten, desto größer ist auch die eigene Zufriedenheit</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
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		<title>Delinquente Lebens- und Beziehungsmuster: Gewalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin_lr]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2018 08:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Delinquenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebens- und Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungsmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Gwalt]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Straftäter]]></category>
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<h1 class="kc_title">Delinquente Lebens- und Beziehungsmuster: Gewalt</h1>
</div>
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<p>Gewalt ist der Versuch, den eigenen Ohnmachtsgefühlen und dem Gefühl klein, schwach und hilflos zu zu sein zu entfliehen. Gewalt ist sozusagen eine, in der Regel, unbewusste Abwehrstrategie um die zuvor beschriebenen Gefühle nicht erleben zu müssen. Ursache sind in der Regel eigene frühe Opfererfahrungen der Gewalttäter in der Kindheit und Jugend, welche durch andauernde Kränkungen, Zurückweisungen, Demütigungen oder Schläge gekennzeichnet war.</p>
<p>Gewalttäter haben wenig bis keine Ressourcen und Strategien erlernt, um auf eine andere Art, die keinen Schaden anrichtet, mit Ohnmacht und Hilflosigkeit umzugehen.</p>
<p>Nach Deegener (1999)⁠ finden sich bei Gewalttätern folgende Hauptfaktoren für gewalttätiges Verhalten:</p>
<h4>1. Stolzvakuum</h4>
<p>das ideale Selbst (Wunschbild) und das reale Selbst weichen sehr weit voneinander ab in Punkten, die dem betroffen besonders wichtig sind. Deegener (1999)⁠ nennt dies Stolzhitliste, also Punkte auf die man besonders Stolz sein möchte, diese aber nicht erfüllt.</p>
<h4>2. früher Verlust von Größenphantasien</h4>
<p>Kindliche Sehnsüchte, etwas besonders und einzigartiges zu sein oder zu vollbringen wurden auf radikale Art und Weise in frage gestellt oder zerstört. Dies kann zum einen durch Unterdrückung und Demütigung durch Eltern oder aber durch Mobbing in der Peergruppe geschehen.</p>
<h4>3. früher Verlust von Geborgenheitsgefühlen</h4>
<p>Kinder, die mit dem Gefühl aufwachsen: „es kümmert sich sowieso niemand um mich“, finden meistens auch keinen Grund, warum sie sich um die anderen kümmern sollten. Somit sind auch die Regeln und Normen der Anderen unbedeutend.</p>
<h4>4. unvollständige Männerrolle</h4>
<p>Fehlen positive, gesunde gleichgeschlechtliche Rollenmodelle, mit denen sich der Jugendliche identifizieren kann, kann keine sichere Rollenidentifikation entstehen. Aus dieser Unsicherheit heraus, wird versucht, rigide und radikal ein extremes Rollenbild (z.B. „Rambo“) zu leben.</p>
<hr />
<h4>Auch diese  unterscheidung  (Deegener, 1999) erscheint interessant:</h4>
<table width="100%" cellspacing="0" cellpadding="4">
<colgroup>
<col width="50*" />
<col width="113*" />
<col width="93*" /> </colgroup>
<tbody>
<tr valign="top">
<td style="border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="19%"></td>
<td style="border-top: 1px solid #000000; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0.1cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="44%"><strong>Ichbezogen</strong></td>
<td style="border: 1px solid #000000; padding: 0.1cm;" width="36%"><strong>Fremdbezogen</strong></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="19%"><strong>Offensiv</strong></td>
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="44%">Statusbalance</td>
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;" width="36%">Rache</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="19%"><strong>defensiv</strong></td>
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: none; padding: 0cm 0cm 0.1cm 0.1cm;" width="44%">Aggressionshemmung</td>
<td style="border-top: none; border-bottom: 1px solid #000000; border-left: 1px solid #000000; border-right: 1px solid #000000; padding: 0cm 0.1cm 0.1cm 0.1cm;" width="36%">Konformitätsneigung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h5>1. offensiv-ichbezogen: Statusbalance</h5>
<p>Dieser Typus hält sich für überlegen und glaubt, dass ihm mehr zu steht als anderen. Wenn dies nicht so ist, kann er dies nicht akzeptieren und versucht, durch Gewalt, andere abzuwerten. Dies verschafft ihm kurzfristig narzisstische Befriedigung, die aber in der Regel nicht lange anhält.</p>
<h5>2. offensiv-frendbezogen: Rache</h5>
<p>Dieser Typus kann es nicht ertragen, wenn ihm nahestehende Menschen leiden. Er ist sensibel für Ungerechtigkeiten gegenüber seinen nahen Mitmenschen. Sofern er einen „Schuldigen“ identifizieren kann, nimmt er „Rache“. Er tut dies aber auch, um sich vor eigener ungerechter Behandlung zu schützen, in dem er durch die Taten zum Ausdruck bringt, dass man mit ihm so etwas nicht machen kann. Dies geschieht allerdings eher auf einer weniger bewussten Ebene.</p>
<h5>3. defensiv-ichbezogen: Aggressionshemmung</h5>
<p>Dieser Typus ist eher introvertiert, gehemmt und zurückhaltend. Er „sammelt“ über lange Jahre Kränkungen, Demütigungen die er in sich aufstaut. Irgendwann reagiert er sich an einem dann eher zufälligen Opfer ab.</p>
<h5>4. defensiv-fremdbezogen: Konformitätsneigung</h5>
<p>Dieser Typus ist (in der Jugend) eher isoliert und einsam, sucht aber Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Dies gelingt ihm in der Regel nicht. Wenn er an eine Gruppe gerät, deren Mitgliedschaft er sich als gewalttätiger Handlanger erkaufen kann, geht er diesen Weg besonders radikal, um sich seine Zugehörigkeit zu sichern.</p>
<h4>Behandlungsoptionen:</h4>
<p>Prinzipiell bestehen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten und Chancen, jedoch scheitern diese zumeist an der Bereitschaft, sich auf eine Therapie einzulassen. Diese würde ja bedeuten, eigene Unzulänglichkeiten offen einzugestehen. Wenn die Betroffenen dies bereits könnten, wären sie in der Lage, ihre Beziehungen wesentlich gewaltfreier zu gestalten.</p>
<p>Leider entsteht eine echte Therapiemotivation häufig erst im Verlauf einer längeren Inhaftierung oder sofern der betroffene irgendwie sonst viel zu verlieren hat, und ernsthafte Konsequenzen bevorstehen.</p>
<h4>Quellen:</h4>
<p>Deegener, G. (1999). Sexuelle und körperliche Gewalt. Beltz, Psychologie-Verlag-Union.</p>
</div>
</div>
</div>
</div>
</div>
</section>
<p>Der Beitrag <a href="https://lesliereutter.de/delinquente-lebens-und-beziehungsmuster-gewalt/">Delinquente Lebens- und Beziehungsmuster: Gewalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://lesliereutter.de">Leslie Reutter - Psychologe M.Sc. - Lübeck</a>.</p>
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